Statement BayernSPD zu tödlichen Schüssen in Berngau

09. Oktober 2026

Zu den tödlichen Schüssen in Berngau erklären die Landesvorsitzenden der BayernSPD, Sebastian Roloff und Ronja Endres:

Sebastian Roloff: „Die tödlichen Schüsse in Berngau machen uns fassungslos. Zwei Menschen haben bei der Ausübung ihrer Arbeit ihr Leben verloren. Unser tiefes Mitgefühl gilt ihren Familien, ihren Freunden und den Kolleginnen und Kollegen im Landratsamt Neumarkt. Was sie jetzt durchmachen, lässt sich kaum in Worte fassen.

Es macht uns große Sorge, wenn Menschen bedroht oder angegriffen werden, weil sie die Regeln unseres Zusammenlebens durchsetzen. Wer für uns alle Verantwortung übernimmt, muss sich auf den Schutz des Staates verlassen können.“

Ronja Endres: „Neben der Aufklärung dieser schrecklichen Tat müssen wir deshalb prüfen, ob alles getan wird, um die Menschen zu schützen, die diesen Job machen. Ist es vertretbar, Beschäftigte der Verwaltung ohne polizeiliche Begleitung zu Kontrollen zu schicken, bei denen sie auf Menschen mit Zugang zu Schusswaffen treffen?

Das bayerische Innenministerium sollte gemeinsam mit den Behörden prüfen, wie sich der Schutz der Beschäftigten bei solchen Einsätzen verbessern lässt. Dazu gehört auch die Frage, ob eine grundsätzliche Begleitung von Waffenkontrollen durch die Polizei ein geeigneter Weg wäre. Wer die Einhaltung des Waffenrechts kontrolliert, braucht selbst wirksamen Schutz.“

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