Rückenprobleme im Homeoffice - BayernSPD-Vorsitzende Ronja Endres fordert Regeln für mehr Arbeitnehmerschutz beim Büro am Küchentisch

18. August 2021

Die vermehrte Arbeit im Homeoffice hat für viele Arbeitnehmer offenbar gesundheitliche Nachteile, vor allem Rückenleiden haben laut aktuellen Krankenkassendaten signifikant zugenommen. Für die Vorsitzende der BayernSPD Ronja Endres ist das ein Beleg dafür, wie dringend es Standards für Gesundheitsschutz und Arbeitsausstattung im Homeoffice und in der neuen mobilen Arbeitswelt braucht. „Wir brauchen nicht nur dringend ein Recht auf Homeoffice, wir brauchen in der noch weitgehend undefinierten neuen Arbeitswelt auch klare Regeln wie lange und unter welchen Bedingungen gearbeitet wird.“

Es sei, so Endres, in der Verantwortung des Arbeitgebers, Mitarbeitern auch außerhalb des Büros einen anständigen Arbeitsplatz inklusive Bürostuhl und Tisch und einem ausreichend großen Bildschirm anzubieten. „Wir sind nicht mehr am Anfang der Pandemie und Homeoffice und mobiles Arbeiten wird für immer mehr Arbeitnehmer aber auch Unternehmen zur neuen Realität. Das heißt aber auch, dass Unternehmen dieser Realität gerecht werden müssen und dafür sorgen müssen, dass ihre Mitarbeiter gute Bedingungen bei der Mobilen-, bzw. Heimarbeit haben. Wie dringend der Handlungsbedarf bei der Büroausstattung ist, belegen die steigenden Zahlen der Kassen zu Krankentagen wegen Rückenleiden seit Pandemiebeginn eindrücklich“

Die Zahlen legen außerdem einen Zusammenhang zwischen der neuen mobilen Arbeitssituation und psychischen Leiden nahe. „Die Arbeit außerhalb des Büros gleicht im Moment noch einem weitgehend unregulierten Raum. Wie lange muss ich erreichbar sein, wann fängt der Job an, wann hört er auf? Muss ich auch im Krankheitsfall noch die wichtigsten Mails beantworten? Viele Menschen erleben gerade, dass Arbeit sich immer mehr entgrenzt und empfinden das als große Belastung. Hier brauchen wir Antworten, damit Arbeiten außerhalb des Büros das Leben leichter und nicht die Mitarbeiter krank macht", so die BayernSPD-Vorsitzende.

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