BayernSPD kritisiert Ende der Finanzierung freiwilliger Integrationskurse

23. Februar 2026

Die BayernSPD übt deutliche Kritik am Bundesinnenminister wegen des geplanten Endes der Finanzierung freiwilliger Integrationskurse. Die Entscheidung sende ein falsches Signal und gefährde erfolgreiche Integrationsarbeit vor Ort.

Sebastian Roloff, Landesvorsitzender der BayernSPD, stellt klar: „Dass Asylbewerberinnen und Asylbewerber schneller arbeiten dürfen, ist richtig und überfällig. Es ergibt wirtschaftlich und menschlich keinen Sinn, arbeitswillige Menschen monatelang zum Nichtstun zu verpflichten. Umso unverständlicher ist es, gleichzeitig bei den freiwilligen Integrationskursen den Rotstift anzusetzen. Gute Deutschkenntnisse sind der Schlüssel für nachhaltige Integration in Ausbildung, Arbeit und Gesellschaft. Wer den Arbeitsmarktzugang beschleunigt, darf bei der Sprachförderung nicht kürzen. Ohne ausreichende Deutschkenntnisse scheitert Integration im Betrieb und im Alltag. Der Zugang zu Arbeit allein reicht nicht.“

Seine Co-Vorsitzende Ronja Endres warnt: „Integrationskurse sind keine freiwillige Zusatzleistung, sondern eine zentrale Zukunftsinvestition. Wir dürfen nicht zulassen, dass Menschen arbeiten wollen, aber wegen sprachlicher Barrieren ihr Potenzial nicht ausschöpfen können. Wer am Zugang zur Sprache spart, zahlt später bei den Sozialausgaben doppelt drauf.“ Deshalb müsse nicht ab-, sondern deutlich ausgebaut werden, so Endres: „Wir brauchen flächendeckend verfügbare Integrationskurse, kürzere Wartezeiten und eine bessere Verzahnung von Sprachkursen mit beruflicher Qualifizierung.“

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