BayernSPD-Chefin Endres zur Krankenversicherungsreform: „Wir brauchen ein System, in das alle einbezahlen.“

31. März 2026

Im Zuge der aktuellen Debatte um die Sparvorschläge bei der gesetzlichen Krankenversicherung fordert die Landesvorsitzende der BayernSPD Ronja Endres die Einführung einer Bürgerversicherung. „Wir brauchen in Deutschland nur eine Krankenkasse, in die alle Menschen einbezahlen. So können die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung langfristig stabil gehalten und weiterhin ein gutes Spektrum an Leistungen finanziert werden. Das Modell der privaten Krankenversicherung ist überholt“, so Endres.

Die aktuellen Vorschläge dürfen nicht dazu führen, dass insbesondere Familien stärker belastet werden oder gar Leistungen gekürzt werden. „Wer immer mehr Zusatzbeiträge einführt und Leistungen streicht, der schwächt die soziale Gerechtigkeit im Gesundheitssystem. Das gilt auch für die Abschaffung der kostenlosen Mitversicherung für Ehepartner. Jeder Mensch hat das Recht auf eine gute medizinische Versorgung“, betont Endres.

Um die Einnahmenseite zu stärken begrüßt Ronja Endres die Vorschläge der Kommission die Zucker- und Tabaksteuer zu erhöhen. „In Großbritannien haben diese Maßnahmen bereits Wirkung gezeigt. Dort ist der Zuckerkonsum bei Erwachsenen seit der Erhöhung um 20% gesunken. Das sorgt für ein gesünderes Leben und entlastet zusätzlich die Krankenkassen“, lobt Endres.

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