Unser Generalsekretär Arif Taşdelen

Miteinander kreative Lösungen anpacken!

Geboren wurde ich 1974 in Anatolien (Türkei). Mein Vater ging zum Arbeiten nach Deutschland und holte uns 1982 nach. Dies war für uns eine enorme Umstellung. Allerdings hatte ich einen Vorteil, dessen Tragweite mir damals aber noch nicht bewusst war: In unserem Dorf hatten Juden, Muslime und aramäische Christen friedlich miteinander gelebt. Für uns Kinder war es selbstverständlich, dass die Christen am Freitag mit in die Moschee gingen und wir am Sonntag mit ihnen in die Kirche. Diese Erfahrung, dass unterschiedliche Kulturen und Religionen friedlich und harmonisch zusammenleben können, war für mich immer ein Antrieb für mein persönliches und politisches Engagement.

Nach dem Quali ging es für mich auf die Wirtschaftsschule. Nach dem Abschluss folgte eine Ausbildung beim Arbeitsamt, wo ich bis in den gehobenen Dienst aufsteigen konnte. Ab 2004 war ich als Zollinspektor im Außendienst tätig und gehörte dem Personalrat an. Die gewerkschaftliche Arbeit im Öffentlichen Dienst begann aber schon als Jugendvertreter beim Arbeitsamt, als Hauptjugendvertreter der BA und als Landesvorsitzender der DAG und später als Vorsitzender der ver.di-Jugend Mittelfranken. Die Zeit als Mitglied des ver. di-Gewerkschaftsrates und Vorstand des Bildungswerks von DAA und ver.di hat mich auch sehr geprägt.

Ich bin verheiratet und habe drei Töchter. Seit 2013 bin ich Mitglied des Bayerischen Landtags, Sprecher der Fraktion für den Öffentlichen Dienst, für Integration und seit 2018 auch für Jugendpolitik. Ich liebe meinen Job als Abgeordneter. Er ist der beste auf der Welt und das liegt vor allem an den wichtigen Themen und den wunderbaren Menschen, mit denen ich immer wieder zu tun habe.

Neben der Arbeit im Parlament ist es mir daher eine Freude, ständig in Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern zu bleiben. Ich suche sehr gerne das direkte Gespräch, höre zu und entwickele dadurch ein Gespür dafür, zwischen den Zeilen zu lesen, und komme daher leichter zu ausgewogenen Einsichten und Handlungsweisen. Also nicht immer nur die „Negativbrille“ aufsetzen, sondern miteinander kreative Lösungen anpacken.

Daran möchte ich mich auch in Zukunft in meinem neuen Amt messen lassen. Ich freu' mich drauf!