EU-Grünbuch zur städtischen Mobilität im Bundestag: Das Fahrrad gewährleistet Mobilität

07.03.2008

Zum Beschluss des Bundestages zum EU-Grünbuch "Hin zu einer neuen Kultur der Mobilität in der Stadt" erklärt die Berichterstatterin für Fahrradpolitik der SPD-Fraktion und stellvertretende Bundesvorsitzende des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC), Heidi Wright, MdB:

„Mit seiner Entschließung begrüßt der Deutsche Bundestag das Grünbuch der EU-Kommission zur städtischen Mobilität. Das Grünbuch vom September 2007 soll Grundlage für einen Aktionsplan sein, den die Kommission im Herbst vorlegen will. Mit seiner Stellungnahme beteiligt sich der Bundestag aktiv und konstruktiv an der laufenden zweiten Konsultationsphase zur Vorbereitung des Aktionsplans.

Mobilität und Lebensqualität sind vereinbar

Ein effizienter, sozial- und umweltverträglicher Stadtverkehr ist von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung von Städten und Ballungsräumen. Verkehrsbelastungen müssen gesenkt werden, ohne die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger und die Qualität der Städte als Wirtschaftsstandorte und Wissenszentren zu beeinträchtigen. Das geht nur, wenn öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV), Fußgänger- und insbesondere Fahrradverkehr gestärkt werden.

Im Zuge der Diskussion über das EU-Grünbuch gilt es daher, die Chancen der Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP) zu nutzen. Die EU kann eine entscheidende Rolle beim Austausch von Daten und Erfahrungen spielen. Sie kann geltende Rechtsakte und Förderinstrumente evaluieren, vereinfachen und zu einem integrierten Ansatz verknüpfen.

Von Münster und Kopenhagen lernen

Die Vielfalt europäischer Städte erfordert lokal angepasste Strategien, die nur die Akteure vor Ort entwickeln können. Aber wir können auch über best practice voneinander lernen: Fahrradstädte wie Kopenhagen, Groeningen oder auch Münster und Göttingen gewährleisten umweltgerecht Stadtmobilität. Ein Viertel bis ein Drittel der Wege werden in diesen Städten auf dem Rad zurückgelegt, Tendenz steigend.“

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