SPD-Frauenvorsitzende Rupp: Mixa will anscheinend Antisemitismus mit Frauenfeindlichkeit austreiben

01.03.2009

Die bayerische Vorsitzende der SPD-Frauen, Adelheid Rupp, MdL,  kritisiert die Gleichsetzung des Holocaust mit  Schwangerschaftsabbrüchen durch den Augsburger Bischof Walter Mixa  aufs schärfste. Die durch das Bistum nachgeschobenen Erklärungen zur  Aschermittwochsrede des Bischofs bestärkten nur die  Aussagen Mixas, so Rupp.

"Angeblich wollte Mixa sich mit seinem Vergleich von Williamson  distanzieren. Letztlich hat er aber nur das erzkonservative Lager in  der katholischen Kirche gestärkt," ordnet Rupp den Vorfall in die  laufenden Debatten ein. "Anscheinend glaubt er, dass  Frauenfeindlichkeit das richtige Mittel sei, um Antisemitismus  auszutreiben."

Und weiter: "Wer Frauen, die sich nach langen Überlegungen  zum Schwangerschaftsabbruch durchringen, mit den Tätern des Massen- und  Völkermordes gleichsetzt, kriminalisiert die Frauen und verharmlost  die einzigartigen Verbrechen des NS-Regimes."

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