Grüne Woche: Schieder: Verbraucher wollen keine Gentechnik
21.01.2009
"Gentechnik ist kein Weg, um die zukünftigen Herausforderungen der Lebensmittelproduktion zu lösen", resümierte die agrarpolitische Sprecherin der SPD-Landesgruppe Bayern, Marianne Schieder, bei ihrem Rundgang über die Internationale Grüne Woche in Berlin. In verschiedenen Gesprächen mit den dort vertretenen Produzenten, aber auch den Messebesuchern, wurde dies wieder deutlich.
Die Folgen dieser Technik seien immer noch viel zu wenig abzuschätzen. Daher wolle die absolute Mehrzahl der Verbraucher nach wie vor keine gentechnisch veränderten Produkte. Verschiedene Aussteller thematisierten auch die Abhängigkeit der Landwirte gegenüber der Industrie, wenn sie verändertes Saatgut einsetzen. Dies gehe oft einher mit weiteren Einnahmeverlusten für die Landwirte.
Gerade in Entwicklungsländern habe der Einsatz von Gentechnik fatale Folgen für die Lebensmittelversorgung. "Es ist ein Irrglaube, dass mit Gentechnik der Hunger in der Welt zu besiegen sei", hält Marianne Schieder fest. Dies bestätigten ihr auch mehrere Experten beim Messe-Besuch.
Außerdem wurde deutlich, dass der Eingriff in die Erbsubstanz unabsehbare und massive Auswirkungen auf die Biodiversität hat. "Angesichts der bereits vorhandenen Umweltschäden ist es völlig verantwortungslos, durch die Freisetzung von Gentechnik unsere natürlichen Ressourcen noch weiter zu beeinträchtigen", protestiert die SPD-Bundestagsabgeordnete.
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