Tschechien: Den kulturellen Austausch verbessern

12.12.2008

Bei einem Besuch in Prag am 9./10. Dezember hat sich die Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion und hochfränkische SPD-Bundestagsabgeordnete, Petra Ernstberger, mit der tschechischen Regierung über die Bahnverbindung zwischen Tschechien und Nordbayern und über eine verbesserte Zusammenarbeit im Bereich Bildung verständigt:

„Die tschechische Regierung ist für die Modernisierung der Bahnlinie Nürnberg - Prag via Marktredwitz. Voraussetzung sind allerdings entsprechende Maßnahmen auf deutscher Seite, sprich die Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale bis zur deutsch-tschechischen Grenze. Laut dem tschechischen Vizeverkehrsminister Emanuel Šíp werde Prag auf böhmischer Seite aktiv, wenn die deutsche Seite entsprechende Schritte erkennen lasse.

Ich habe gegenüber Šíp deutlich gemacht, dass möglichst schnell mit der Elektrifizierung des Abschnitts Hof - Reichenbach begonnen wird. Man muss gegenüber der Bundesregierung weiterhin darauf drängen, dass im Anschluss bis Marktredwitz, zur Staatsgrenze und Nürnberg modernisiert wird. Dies entspricht auch dem Geist des deutsch-tschechischen Abkommens aus dem Jahr 1997 zur Bahnlinie Nürnberg - Prag. Dort heißt es, dass die Verbindung Nürnberg - Marktredwitz - Eger - Pilsen - Prag die zweckmäßigste Verbindung zwischen Süddeutschland und der tschechischen Hauptstadt ist.

Thema im Bereich Schiene war auch die Bahnlinie Selb - Asch. Ich habe die Notwendigkeit einer Reaktivierung dieser Strecke betont und an Šíp appelliert, sich gegenüber der Bundes- und der Staatsregierung für dieses Thema einzusetzen. Der Vizeminister untermauerte seinerseits das große Interesse an der Verbindung Selb - Asch und sagte zu, entsprechend aktiv zu werden.

Im Bereich Bildung hatte ich die Möglichkeit, mit der zuständigen Vizeministerin Eva Bartoňová über die gegenseitige Anerkennung von Gastschuljahren, die Einführung von neuen Sprachzertifikaten und die bessere Nutzung von Stipendien zu sprechen. Hier sagte mir die Regierungsvertreterin zu, nach unbürokratischen Lösungen zu suchen. Ziel muss sein, einen verstärkten kulturellen Austausch zu erreichen. Das gegenseitige Kennenlernen und das Zusammenwachsen dürfen nicht an undurchsichtigen Paragraphen scheitern.

Schließlich habe ich bei Bartoňová für die deutsch-tschechische Fußballschule geworben und die Bitte formuliert, die Mini-EM 2009 in Rehau und Franzensbad in das offizielle Programm der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft aufzunehmen. Dies wäre eine angemessene Würdigung dieses einmaligen Projektes.“

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