Aktion „Frauen fordern Mindestlohn“ erfolgreich gestartet Prominente Unterstützerinnen zum offiziellen Auftakt in München. Aktion geht online weiter.
19.09.2008
München, 19. September 2008 ----- Bei der heutigen Auftakt-Pressekonferenz des Aktionsbündnisses unterstrichen Adelheid Rupp, Vizechefin der BayernSPD, Heide Langguth, stv. Vorsitzende des DGB Bayern, sowie die Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München, Christine Strobl, und Isabell Zacharias, Vorsitzende des bayerischen Elternverbandes, die Bedeutung des gesetzlichen Mindestlohns für Frauen.
"Gleichstellung fängt mit finanzieller Eigenständigkeit an", stellte Adelheid Rupp, Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der Frauen in der SPD (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, AsF), klar. Gerade in Bayern sei der Weg zur Gleichstellung in diesem Sinne aber noch sehr weit.
So liegt im Freistaat der Frauenanteil im Niedriglohnsektor bei 70 Prozent. "Mit diesen Niedriglöhnen können die Frauen heute kein unabhängiges Leben führen und sind darüber hinaus massiv von Altersarmut bedroht", hob Adelheid Rupp die langfristige Bedeutung des Mindestlohns hervor. Eine Frau in Bayern erhält im Schnitt eine Rente von rund 480 Euro. Rupp: "Die Forderung nach Mindestlohn ist daher ein starkes frauenpolitisches Thema und ein wichtiger Schritt in Richtung Gleichstellung."
Große Resonanz - Unterstützerinnen aus ganz Bayern
Auf der am vergangenen Montag (15.09.) unter der Adresse www.frauen-fordern-mindestlohn.de http://www.frauen-fordern-mindestlohn.de freigeschalteten Homepage hatten sich bis zum Vormittag über 200 Unterstützerinnen eingetragen. "Die gute Resonanz - wir haben bis jetzt ja noch keine Werbung gemacht - zeigt mir, dass wir mit der Mindestlohnforderung das richtige Thema auf der frauenpolitischen Agenda haben", zeigte sich die AsF-Landesvorsitzende zufrieden.
Unterstützung des DGB-Volksbegehrens
Neben der Öffentlichkeitsarbeit für die Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn will die Aktion auch Einfluss auf den Gesetzgeber nehmen. Deshalb unterstützt das Aktionsbündnis das bis Dienstag noch laufende Volksbegehren des DGB Bayern.
Beim anschließenden Besuch am Aktionsstand vor dem Sendlinger Tor trugen sich neben Adelheid Rupp, Christine Strobl und Isabell Zacharias auch prominente Münchnerinnen wie Gertraud Burkert, die Münchner Alt-Bürgermeisterin, Friedel Schreyögg, ehemalige Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt München, und Ursula Engelen-Kefer, Mitglied des SPD-Parteivorstandes, in die DGB-Volksbegehren-Listen ein und warben bei den Passantinnen um Unterstützung.
Adelheid Rupp: "Die Aktion ist sehr gut angelaufen. Ich habe schon erste Rückmeldungen aus Hessen bekommen, wo sich Frauen der Aktion anschließen wollen. Wir werden auf jeden Fall die nächsten Wochen weitermachen."
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