Weniger geredet - mehr gesagt Zum "TV-Duell" Maget ./. Beckstein am 18. September 2008

19.09.2008

Lange hatte sich Günther Beckstein gedrückt. Er scheute den direkten Vergleich mit dem SPD-Spitzenkandidaten Franz Maget. Jetzt wissen wir, warum.

Fast zwei Minuten länger als den Herausforderer Franz Maget hatte der Moderator den amtierenden Ministerpräsidenten reden lassen, aber es dürfte Günther Beckstein wenig genützt haben: Zu souverän, sachlich überzeugend, dabei gelassen und bei aller scharfen Kritik stets höflich präsentierte sich Franz Maget am Donnerstag Abend im Bayerischen Fernsehen.

Bei allen Themen, die das Bayerische Fernsehen ausgewählt hatte - Bildungspolitik, Wirtschaft und Arbeit, Energiepolitik, Innere Sicherheit - wusste Franz Maget präzise, was Sache ist, begrüßte bayerische Erfolge und Spitzenplatzierungen, wies aber der CSU und der CSU-Staatsregierung glasklar nach, wo sie in den vergangenen Jahren versagt hat und auch für die Zukunft nur warme Worte statt wirksame Abhilfe verspricht. Die jüngste infratest-Umfrage, die der Moderator den Diskutanten zu Beginn präsentierte und die die CSU schon deutlich unter 50 Prozent ansiedelte, kam offenbar noch zu früh. Nach der Diskussionsrunde wird die CSU merklich weiter abgerutscht sein.

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