Bayern, aber seniorengerecht!

18.09.2008

Die Arbeitsgemeinschaft 60 plus der BayernSPD fordert vor der Landtagswahl einen seniorengerechten Umbau Bayerns. Dazu teilt die Vorsitzende der bayerischen SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus und Rosenheimer Bundestagsabgeordnete Angelika Graf stellvertretend für die über 35.000 Senioren in der bayerischen SPD mit:

"Der Anteil der Älteren an der Bevölkerung wird auch in Bayern deutlich zunehmen. Die Durchschnittsrente ist in Bayern deutlich niedriger als in den meisten anderen Bundesländern. Altersarmut ist leider auch in Bayern ein Thema. Die Landespolitik ist bisher völlig unzureichend auf den demografischen Wandel eingestellt. Es fehlt an Konzepten, um die Lebensbedingungen der Älteren in Bayern zu verbessern und die Chancen der älter werdenden Gesellschaft zu nutzen.

Die Arbeitsgemeinschaft 60 plus der BayernSPD fordert zusammen mit der BayernSPD den gesetzlichen Mindestlohn. Die Entwicklung der Renten ist nach der Rentenformel an die Lohnentwicklung geknüpft. Ein höheres Lohnniveau führt also zu Rentensteigerungen. Wir dürfen aber auch die noch im arbeitsfähigen Alter befindlichen Älteren nicht vergessen. Deshalb fordern wir zusammen mit der BayernSPD die Verlängerung der staatlich geförderten Altersteilzeit und die Aufwertung der Teilrente, um zugunsten älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer flexible Lösungen für den Renteneintritt zu schaffen. Wir fordern den Ausbau der Weiterbildung für Ältere, um deren Erwerbschancen zu verbessern. Die CSU-Forderung nach einer Senkung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung auf Kosten der Weiterbildungsmaßnahmen lehnen wir ab. Die aktive Arbeitsmarktpolitik darf nicht zugunsten sinkender Beiträge kaputt gespart werden, ansonsten ist Langzeitarbeitslosigkeit - gerade bei Älteren - die Folge.

Um die wirtschaftlichen Potenziale der älter werdenden Gesellschaft zu nutzen, fordern wir einen „Masterplan Seniorenwirtschaft“ für Bayern zugunsten der Entwicklung seniorengerechter Produkte und Dienstleistungen und innovativer Beschäftigungsfelder. Hierzu gehört auch das von der BayernSPD vorgeschlagene Programm „Bayern barrierefrei“ zugunsten der Förderung des barrierefreien Tourismus in Bayern. Davon profitieren sowohl die Älteren als auch Bayerns Wirtschaft. Wir wollen zudem ein Programm „Barrierefreie Kommune, barrierefreie Stadt“ für Bayern einrichten, um den lebenswerten Umbau Bayerns für die Älteren vor dem Hintergrund des demografischen Wandels zu leisten. Pflegestützpunkte müssen aufgebaut und das bürgerschaftliche Engagement Älterer verbessert werden. Die dramatischen Kürzungen beim Öffentlichen Personennahverkehr und die Streichung der staatlichen Altenheimfinanzierung müssen zurückgenommen werden. Das bayerische Heimgesetz darf kein Spargesetz werden, mit dem die Fachkraftquote aufgeweicht wird.

Die CSU hat die Älteren und ihre Interessen völlig aus den Augen verloren. Wer aktive und innovative Seniorenpolitik statt warmer Worte bei Sonntagsreden will, der muss diesmal die BayernSPD wählen. Denn die AG 60 plus und die BayernSPD stehen für Bayern, aber seniorengerecht!"

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