OECD-Studie bestätigt Nachholbedarf an den Hochschulen - BayernSPD-Vize Rupp fordert Hochschuloffensive für Bayern
10.09.2008
Durch die Vorabmeldung zur heute erscheinenden OECD-Studie, in der erneut ein zu geringer Studierendenanteil pro Jahrgang in Deutschland bemängelt wird, sieht sich die stv. BayernSPD-Vorsitzende Adelheid Rupp, MdL, in ihrer Kritik an der derzeitigen Hochschulpolitik in Bayern bestätigt:
„Mit den Studiengebühren hat die ohnehin in Bayern schon starke soziale Auslese an den Hochschulen nochmals zugenommen. Prozentual geht die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger weiter zurück. Darüber darf der vorübergehende Anstieg durch den doppelten G9/G8-Jahrgang im Jahr 2011 sowie die geburtenstarken Jahrgänge, die an die Hochschulen kommen, nicht hinwegtäuschen.“, erläutert Adelheid Rupp, stv. hochschulpolitische Sprecherin, den Anteil Bayerns an der Entwicklung und erneuert die Forderung der BayernSPD-Landtagsfraktion nach einer Hochschuloffensive im Freistaat, die den Namen verdient.
Adelheid Rupp: „Die CSU hat zwar im Sommer kosmetische Wahlkampfversprechen gemacht, strukturell hat sich aber immer noch nichts verändert. Wir fordern eine Hochschuloffensive für Bayern. Diese zu starten, wird eine der ersten Aufgaben des neuen Landtags sein“
Eckpunkte der Hochschuloffensive:
- Abschaffung der Studiengebühren - nicht der Geldbeutel der Eltern darf entscheiden, wer studieren kann.
- Mehr wissenschaftliches Personal - schon heute ist die Lehre unterbesetzt.
- Aufstockung der Sachmittel - vor allem die Bibliotheken haben in allen Bereichen Nachholbedarf!
- Nachwuchsförderprogramme - wir brauchen genügend und gut qualifizierten wissenschaftlichen Nachwuchs für die Hochschulen!
- Baudefizite erfassen und rasch beheben - Studieren darf nicht durch einsturzgefährdete Hörsäle zum Lebensrisiko werden.
- Grundsanierung der Hochschulen - statt nur ein Loch zu stopfen, um dem anderen bei der Entstehung zuzuschauen, braucht es ein bedarfsgerechtes Sanierungskonzept, das in die Zukunft reicht.
- Planungs- und Finanzkonzept für morgen - in einem ersten Schritt muss rasch der Raumbedarf bis 2010/11 ermittelt und die nötigen Mittel bereitgestellt werden.
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