Burkert: Atomkraft war gestern
06.06.2008
Das Erneuerbare Energien Gesetz, das Erneuerbare Energien Wärmegesetz sowie das Gesetz zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung wurden heute im Deutschen Bundestag beschlossen. Dazu erklärt der Nürnberger Bundestagsabgeordnete und umweltpolitische Sprecher der Bayerischen SPD-Landesgruppe, Martin Burkert, MdB:
“Heute hat der Bundestag die wichtigsten Bestandteile des Klimapakets beschlossen. Damit wird die Erfolgsgeschichte der Erneuerbaren Energien weitergeschrieben. Ihnen gehört die Zukunft.
Da wundert es schon, wenn Bayerns Ministerpräsident Günter Beckstein und CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer in die energiepolitische Vergangenheit zurück wollen, mit ihrer Forderung, die Laufzeiten für bayerische Atomkraftwerke zu verlängern. Dabei sind die Fakten eindeutig:
Der Atomausstieg verteuert nicht die Energiekosten, denn: Atomstrom ist nur für die Betreiber günstig, weil die Atomkraftwerke abgeschrieben sind. Die niedrigen Bereitstellungskosten für Atomstrom erhöhen lediglich die Gewinne der großen Energieversorgungsunternehmen.
Der Atomausstieg verschlechtert nicht die CO2-Bilanz, denn: Die Wertschöpfungskette von Atomenergie ist nicht klimafreundlich. Der Bau von Atomkraftwerken, Wiederaufbereitungsanlagen und Endlagerstätten, der Abbau und Transport von Uran sowie die Brennstäbeaufbereitung verursachen erhebliche Mengen klimaschädlicher Gase.
Atomenergie reduziert nicht unsere Importabhängigkeit, denn: Deutschland ist zu 100 Prozent abhängig von Uranimporten! Erneuerbare Energien sind die einzigen Energieträger, bei denen Deutschland vollständig unabhängig von Importen ist.
Mit dem Atomausstieg ist die Versorgungssicherheit nicht gefährdet, denn: Es gibt keine Energie-, sondern nur eine Handlungslücke! Wir müssen unsere Anstrengungen bei Energieeffizienz und dem Ausbau der erneuerbaren Energien verstärken. Hier liegen die Zukunftsmärkte – gerade für Technologien aus Deutschland.
Die Vorfälle in Brunsbüttel und Krümmel haben gezeigt: Auch unsere Atomkraftwerke sind anfällig! Die Reaktoren wurden für eine Laufzeit von 25 nicht von 40 oder 60 Jahren konzipiert. Ab einer Betriebsdauer von 20 Jahren steigt das Risiko eines Reaktorunfalls deutlich.
Klimaschutz, Erneuerbare Energien und Energiesicherheit sind die Strophen des Abgesangs auf die Atomenergie.”
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