Faire Preise für Milchprodukte aus Bayern
28.05.2008
Faire Preise für qualitativ hochwertige Lebensmittel fordert die agrarpolitische Sprecherin der Bayerischen SPD-Landesgruppe im Bundestag, Marianne Schieder, anlässlich des aktuellen Lieferboykotts zahlreicher Milchbauern. "Es darf nicht sein, dass diejenigen, die Milch produzieren und damit existentiell zur Versorgung unserer Gesellschaft beitragen, kaum noch von ihrer Arbeit leben können", so die Abgeordnete.
Seit Jahren setzt sich Marianne Schieder für den Erhalt der Milchquote ein, um insbesondere in Bayern den Fortbestand der bäuerlichen Milchwirtschaft zu gewährleisten. Aufs schärfste kritisiert sie immer wieder die Pläne der Europäischen Kommission, die Quote abzuschaffen. "Die jüngsten Erhöhungen der Milchquote durch die EU haben sofort die Preise fallen lassen und damit die Bauern in den jetzt herrschenden Streik gezwungen."
Der Schwandorfer Kreisvorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter, Josef Hägler, berichtet ihr, dass laut seinen Informationen am Mittwoch rund 90 Prozent der Milch im Landkreis Schwandorf nicht geliefert worden seien. "Ich finde es sehr mutig und habe großen Respekt vor den beteiligten Bauern. Sie stellen nicht nur Forderungen an die Politik, sondern werden selbst aktiv", würdigt Marianne Schieder die Proteste.
Die Bundestagsabgeordnete aus dem Stimmkreis Schwandorf-Cham ruft die Verbraucher zur Solidarität mit den Landwirten auf. "Die Konsumenten müssen auf Produkte aus der Region zurückgreifen und gleichzeitig den Willen haben, einen fairen Preis zu zahlen." Es dürfe auf keinen Fall passieren, dass der Handel und speziell Discounter mit Milch aus dem Ausland den Streik umgehen. "Den Menschen muss klar sein, dass gerade in Bayern die Milchbauern ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im ländlichen Raum sind", verdeutlicht die SPD-Bundestagsabgeordnete.
Marianne Schieder will sich weiterhin für faire Bedingungen in der Milchwirtschaft einsetzen. Dazu gehört auch, dass die Bauern zukünftig mindestens 40 Cent pro Liter Milch erhalten sollten. Sie ist überzeugt, dass sich die Situation verändern lässt, wenn Bauern, Konsumenten und Politik an einem Strang ziehen. "Wir dürfen die Preisgestaltung und die Versorgung im Lebensmittelsektor nicht einzig den großen Discountern überlassen", postuliert Marianne Schieder.
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