Der stellvertretende Vorsitzende für Fragen des öffentlichen Dienstes im Landtag, Stefan Schuster, wirft der CSU/FDP-Koalition unseriöse Regierungsarbeit vor. Der heutige Bericht in der Süddeutschen Zeitung bestätige, dass die Ankündigung von Ministerpräsident Seehofer hinsichtlich einer Zurücknahme der 42-Stunden-Woche im öffentlichen Dienst ein wahltaktisches Manöver der CSU vor der Europawahl war.
Schuster: „Trotz mehrfacher Aufforderung der SPD und der Gewerkschaften, endlich Klarheit zu schaffen, wann die 40-Stunden-Woche wieder eingeführt wird, ist nur nebulöses Geseiere im Seehofer-Kabinett zu hören. Erster Schritt für eine Glaubwürdigkeit wäre ein sofortiger Stellenabbaustopp im öffentlichen Dienst. Der Stellenabbau geht aber munter weiter, obwohl die CSU weiß, dass man für die Rücknahme der 42-Stunde-Woche mehr Personal benötigt.
Der SPD-Abgeordnete fordert noch Klarheit vor der Bundestagswahl. „Diese Forderung habe ich in einem Brief an Ministerpräsident Seehofer schon vor über drei Wochen aufgestellt - allerdings bis heute keine Antwort erhalten."