Zum Gentechnik-Skandal erklärt Ludwig Wörner, Landesvorstandsmitglied der BayernSPD und umweltpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion:
Am Wochenende wurde bekannt, dass das Unternehmen Pioneer aus dem niedersächsischen Buxtehude, einer Tochterfirma des US-amerikanischen Konzerns DuPont, vermutlich genetisch verändertes Mais-Saatgut an Landwirte in sieben Bundesländern ausgeliefert hat und dieses auch angepflanzt wurde. Die größte Menge dieses kontaminierten Saatgutes kam nach Bayern, wo viele Bauern den Mais zur Strom- und Wärmegewinnung anbauen (Biogas-Anlagen).
Ludwig Wörner, Landesvorstandsmitglied der BayernSPD und umweltpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion: „Es war klar, dass wir nicht lange würden warten müssen bis zum nächsten Gentechnik-Skandal. Trotz strikter Verbote schaffte es der Genmais NK 603 doch, auf bayerische Äcker zu gelangen.“ In einer schriftlichen Anfrage will der Abgeordnete Licht in den Vorgang bringen und erfahren, wie die Staatsregierung mit diesem Problem umgehen wird und auch in Zukunft handeln wird, um Bayern gentechnikfrei zu halten. „Warum waren die Kontrollorgane nicht zur Stelle? Wenn man Bayern schon gentechnikfrei halten will, dann muss man auch mit den nötigen Kontrollen dafür sorgen“, kritisiert Ludwig Wörner.