Werner-Muggendorfer: Studie zeigt für Bayern erschreckend hohe Ausländerfeindlichkeit

Portraitfoto von Johanna Werner-Muggendorfer

Donnerstag, 27. November 2008

'Das ist mit ein Ergebnis jahrezehntelanger Versäumnisse seitens der CSU'

Erschreckend findet die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, ohanna Werner-Muggendorfer, die Bayern betreffenden Zahlen einer Langzeitstudie zu Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus, die an der Universität Leipzig im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung durchgeführt wurde. „Bayern nimmt dabei beim Antisemitismus mit 16,6 Prozent der Befragten ebenso wie beim Chauvinismus, also dem übersteigerten Nationalgefühl, mit 30,4 Prozent einen traurigen Spitzenplatz ein, bei der Ausländerfeindlichkeit liegt Bayern mit 39,1 Prozent nur ganz knapp hinter Sachsen-Anhalt (39,3) auf Platz 2“, beklagt Werner-Muggendorfer. "Das ist erschütternd, wenn man sich klarmacht, dass danach vier von zehn Menschen in Bayern ausländerfeindlich eingestellt sind."

„Diese Zahlen müssen jeden aufschrecken, denn sie sind Folge einer Anti-Ausländerpolitik“, stellt die SPD-Vizefraktionschefin fest. „Und was Bayern betrifft, ist das mit das Ergebnis jahrzehntelanger Versäumnisse bis hin zu ausländerfeindlicher Stimmungsmache durch die CSU in Bayern.“ Werner-Muggendorfer: „Unsere Vermutung, zu welch negativen Folgen dies in der Gesellschaft führen kann, wird durch die Studie bestätigt. Da liegen noch viele Aufgaben vor uns, um zu einem guten Miteinander von Deutschen und Migranten gerade in Bayern zu kommen. Und es wird deutlich, wie wichtig beispielsweise auch ein Integrationsbeauftragter ist, der aber bitteschön nicht bei der Staatsregierung, sondern beim Landtag angesiedelt ist."

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