SPD-Spitzenkandidat Franz Maget kritisiert kurzfristige Gewinnstreben der Unternehmen
Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Franz Maget nimmt die Ankündigung eines weiteren Abbaus von Arbeitsplätzen in Bayern zum Anlass, Kritik an führenden bayerischen Großunternehmen zu nehmen. „So kann es nicht weitergehen. Nach Siemens, BMW und HVB jetzt noch Infineon - und wer ist der nächste?" fragt Maget.
„Die Klage über Fachkräftemangel der Unternehmen mag ich nicht mehr glauben, wenn gleichzeitig Fachkräfte massenhaft entlassen werden sollen!" Ursache dieser Fehlentwicklung sind nach Maget die überzogenen Renditeerwartungen bei vielen börsennotierten Unternehmen: „Eigenkapital-Renditen in Höhe von 20 Prozent sind unsittlich und zerstörerisch. Sie erschüttern die Grundfesten der sozialen Marktwirtschaft und zertrümmern das Vertrauen weiter Teile der Bevölkerung in Wirtschaft und Politik."
Maget fordert die bayerischen Unternehmen auf, statt auf kurzfristiges Gewinnstreben lieber auf eine langfristige Perspektive zu setzen. „Diese beinhaltet Investition, Innovation, verstärkte Ausbildung und Beschäftigungssicherung. In Regierungsverantwortung werden wir für diesen Weg werben und ihn auch durchsetzen. Die Unternehmen müssen wissen, was sie an ihrem Standort haben und sie müssen auch etwas für ihn tun", so Maget.