Staatsregierung hat zu wenig für die Polizei getan

Portrait Gantzer

Dienstag, 2. September 2008

Der Sicherheitsexperte der SPD-Landtagsfraktion, Prof. Dr. Peter Paul Gantzer, wirft der Bayerischen Staatsregierung vor, in den letzten fünf Jahren zu wenig für die Polizei getan zu haben. Die heute in der Sitzung des Kabinetts vorgetragene hohe Aufklärungsquote und die gute Sicherheitslage seien allein das Verdienst der Beamtinnen und Beamten in Bayern. „Es ist gut, wenn die Hardware, also die technische Ausstattung verbessert wird, aber Herrmann sollte auch an die Software, die Polizistinnen und Polizisten, denken", so Gantzer.

Die Arbeitssituation habe sich in den letzten Jahren stetig verschlechtert. „Das habe ich bei meinen Besuchen bei der Polizei unter anderem in Augsburg, Ingolstadt und Weiden erfahren", so Gantzer. Es werde zu wenig ausgebildet und besonders im Mittleren Dienst zu wenig befördert, zahlreiche verdiente Hauptmeister warteten vergebens auf ihre Beförderung. „Gerade an der Basis macht sich Frust breit, weil Beförderungen ausstehen." Auch die Polizeireform und die Einführung der 42-Stunden-Woche hätten die Arbeitsbedingungen bei der Polizei erschwert. „Unter diesen Voraussetzungen arbeitet die bayerische Polizei hervorragend, die Aufklärungsquote ist gut, die Sicherheitslage hervorragend", erklärt Gantzer.

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