SPD-Vertriebenensprecherin Christa Naaß weist CSU-Attacken zurück: CSU lebt im Verhältnis zu Tschechien fern der Realität

Portrait Naaß

Donnerstag, 28. Mai 2009

Die vertriebenenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Christa Naaß weist die kritischen Bemerkungen der CSU-Abgeordneten Christa Matschl, SPD-Fraktionschef Franz Maget habe bei seinen jüngsten Besuchen in Tschechien „das hohe Lied der sozialistischen Internationale" gesungen, als reichlich deplaziert zurück. „So können nur CSU-Politiker/innen reden, die fern jeglicher Realität leben", stellt Naaß fest. „Auch die CSU sollte langsam zur Kenntnis nehmen, dass die CSSD die europafreundlichste Partei der Tschechischen Republik sind, die sich um Versöhnung bemüht – ganz im Gegensatz zu den national orientierten tschechischen Konservativen", mahnt die SPD-Vertriebenensprecherin.

Auch ist der Vorsitzende der CSSD und wahrscheinliche nächste Ministerpräsident in Prag, Jiri Paroubek, der einzige Politiker von Rang in Tschechien, der die Vertreibung offiziell bedauert hat und sich bei den Vertriebenen dafür entschuldigt hat. Naaß: „Dafür hat Paroubek bereits im Oktober 2007 zurecht bei der Bundesversammlung der Seliger-Gemeinde, der Gesinnungsgemeinschaft sudetendeutscher Sozialdemokraten, den "Wenzel-Jaksch-Preis", die höchste Auszeichnung der sozialdemokratischen Vertriebenen, erhalten.

Naaß: "Statt unqualifizierte Kritik an SPD-Fraktionschef Maget zu üben, sollte Frau Matschl besser ihrem eigenen Ministerpräsidenten Seehofer behilflich sein, endlich den Weg zu einem Besuch in Prag zu schaffen, denn seit 20 Jahren ist es überfällig, dass sich dort einmal ein bayerischer Ministerpräsident sehen lässt und ernst macht mit normalen politischen Beziehungen zu Bayerns direktem Nachbarn. Doch wenn Herr Seehofer noch lange wartet, wird ihn in Prag dann ab Herbst ein sozialdemokratischer Ministerpräsident Paroubek begrüßen - und das wäre in jeder Hinsicht gut so."

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