Die SPD-Landtagsfraktion unterstützt ausdrücklich den morgigen landesweiten Streik der Q11-Schüler/-innen für bessere Bedingungen am G8. „Die Forderungen der Schülerinnen und Schüler sind so nachvollziehbar wie berechtigt und werden auch von der SPD seit langem eingefordert," betont der SPD-Bildungssprecher Hans-Ulrich Pfaffmann.
Insbesondere fordert die SPD mehr Lehrerinnen und Lehrer, kleinere Klassen, effizientere Lehrpläne und eine Reduzierung der Stofffülle sowie Ganztagsschulen mit rhythmisiertem Unterricht auch an Gymnasien mit geeigneter räumlicher und personeller Ausstattung.
Die SPD-Abgeordneten zeigen sich solidarisch und werden bei den Schülerprotesten in München mit Hans-Ulrich Pfaffmann (Redner), Isabell Zacharias und Martin Güll, in Augsburg mit Harald Güller (Redner) und Linus Förster, in Bayreuth mit Inge Aures und Christoph Rabenstein und in Würzburg mit Karin Pranghofer vertreten sein.
Die Abgeordneten werden eine kleine Stärkung in Form von Brezn an die Streikenden verteilen.
Pfaffmann: „Es kann nicht angehen, dass die Schüler als Versuchskaninchen des bayerischen G8-Experiments auf der Strecke bleiben." Der SPD-Bildungssprecher hatte sich im Vorfeld der Demonstration in einem Offenen Brief an Kultusminister Spaenle gewandt. Im Namen der SPD-Landtagsfraktion bat er, „von Repressalien jeglicher Art für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler abzusehen, da diese sich lediglich dafür einsetzen, Belastungen, die durch die neue Oberstufe entstehen, zu verringern." Leider blieb der Brief bislang unbeantwortet!
„Das Engagement verdient großen Respekt und ist ein gutes Zeichen dafür, dass junge Menschen mit friedlichen Mitteln an gesellschaftlichen Prozessen teilnehmen und bereit sind, sich für ihre Ziele einzusetzen", betonte der SPD-Bildungssprecher. „Es wäre besser, dieses Interesse und diesen Einsatz pädagogisch zu nutzen, die Schüler-/innen ernst zu nehmen und sie konstruktiv in den Dialog um überfällige Korrekturen der G8-Reform einzubinden. Stattdessen versteckt/verschanzt sich Kultusminister Spaenle hinter der formalen Unterrichtspflicht, bei deren Verletzung Sanktionen möglich sind - am letzten Tag vor den Faschingsferien!