Im aktuellen Streit um die Honorierung von Facharztleistungen von Frauenärzten fordert die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Kathrin Sonnenholzner die Kassenärztlichen Vereinigungen, Krankenkassen und Ärzte dazu auf, den Streit nicht auf dem Rücken der Patienten auszutragen. „Wenn die jetzt bekannt gewordenen Zahlen über die Honorierung stimmen, ist in der Tat keine kostendeckende Behandlung mehr möglich", erklärt die Ärztin. Allerdings stünden in diesem Jahr bundesweit für die gesetzliche Krankenversicherung 11 Milliarden und damit 6,4 Prozent mehr als im Vorjahr zur Verfügung, davon allein 528 Millionen Euro für die ambulante Versorgung in Bayern. Dieses Geld müsse auch bei den Fachärzten ankommen, so Sonnenholzner. Die Patientinnen jedenfalls dürften für den Streit nicht in Haftung genommen werden. Sie seien das schwächste Glied in der Kette.
Der Vorsitzende des Verbands der Frauenärzte, Peter Hausser, hatte seine Mitglieder zu Beginn der Woche aufgefordert, künftig Kassenpatientinnen außerhalb der Vorsorgeleistungen nur noch gegen Bezahlung zu behandeln.