Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Hans-Ulrich Pfaffmann begrüßt das Positionspapier, das heute von einem Teil der bayerischen Eltern und Lehrerverbände veröffentlicht wurde. Alle sechs Grundpositionen – von der Qualitätsverbesserung im Unterricht über den Ausbau der individuellen Förderung bis hin zur Weiterentwicklung des gegliederten Schulwesens – sind bereits von der SPD aufgegriffen worden und werden von ihr unterstützt. So seien der Rechtsanspruch auf einen Ganztagsschulplatz, die Bildungsmilliarde, die Entwicklung passgenauer Schullandschaften und die Verkleinerung der Klassen auf maximal 25 Kinder, die die SPD in parlamentarischen Initiativen in den Landtags eingebracht hat, die richtigen Antworten auf die Zukunftsfragen des bayerischen Bildungssystems. „Das Positionspapier eines Teils der Verbände kann man insofern als Wahlempfehlung für die SPD verstehen und als Absage an die CSU-Politik, die sich genau diesen Forderungen in der Vergangenheit immer verschlossen hat. Wie der Minister daraus eine breite Zustimmung zu seiner Politik herausliest, ist rätselhaft. Das ist nur damit zu erklären, dass ihm alles recht ist, um die Tatsache zu verschleiern, dass alles konsequent abgelehnt wurde", so Pfaffmann.
Pfaffmann äußerte allerdings sein Befremden über die Tatsache, dass mindestens zwei große Verbände – auf Lehrerseite der z.B. BLLV und auf Elternseite der BEV – im Vorfeld von den anderen Verbänden ausgegrenzt wurden. „Das gibt zu denken. Die Frage stellt sich, warum große, wichtige Verbände, die alle Schularten vertreten, an diesem Positionspapier nicht beteiligt wurden. Das Thema ist zu wichtig, als dass man sich es auf Verbandsseite leisten kann, nicht alle im Boot zu haben."