Maria Noichl: Gründlandbetriebe unverzichtbar für ländlichen Raum und Kulturlandschaft in Bayern / Widerstandsappelle a la Seehofer reichen nicht / Bayern muss neue Wege gehe
„Das Dilemma der bayerischen Milchbauern mit der schrittweise fallenden Quote und damit dem Verfall der Milchpreise erfordert neue Wege: Bayern muss sich selbst finanziell engagieren und beispielsweise den Einsatz der Gründlandbetriebe für den ländlichen Raum, für die Kulturlandschaft, für den Klimaschutz und den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen honorieren. Ein solches Konzept mit flankierenden Maßnahmen muss jetzt erarbeitet und umgesetzt werden", fordert die agrarpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Maria Noichl.
„Natürlich werden wir alles unternehmen, um die Milchquote zu halten. Hier steht Bayern zusammen", betont Maria Noichl. Ihrer Meinung nach reichen aber bloße Widerstandsappelle a la CSU und Seehofer nicht aus, weil sich dafür weder in Europa noch im Bundesrat Mehrheiten finden lassen und auch der Bauernverband neben eben vehement für die Interessen der Milchbauern eintritt. Deshalb muss Bayern neue Wege einschlagen und zeigen, was dem Land seine Milchbauern wert sind. Damit kann endlich auch eine punktgenaue Unterstützung kleinen bäuerlichen Milchviehhaltern in Bayern erfolgen, ohne dass der Großteil der Gelder an Großbetriebe geht.
Zu dem Konzept müssen nach Ansicht der Abgeordneten auch die Sicherung der hohen Qualität von Milch und Milchprodukten in Bayern gehören und die Märkte für die Hochqualitätserzeugnisse aus dem Freistaat erschlossen und beworben werden. Maria Noichl: „Das ist eine Aufgabe, der sich Bayern im Interesse seiner Milcherzeuger stellen muss."
Wie die SPD-Abgeordnete ankündigt, wird die SPD-Landtagsfraktion im Parlament eine Auseinandersetzung über neue Wege Bayerns zu Gunsten der Milchbauern anstreben: „Nur protestieren reicht nicht. Bayern muss auch eigene Lösungen anbieten!"