SPD-Fraktionschef Rinderspacher überreicht in Bad Neustadt Siemens-Betriebsrat Solidaritätsadresse

Portrait Rinderspacher

Freitag, 5. Februar 2010

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Markus Rinderspacher und die SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Dittmar haben heute vor mehreren hundert Beschäftigten der Siemens AG in Bad Neustadt dem Betriebsrat die Solidaritätsadresse von SPD-Landtagsfraktion und BayernSPD übergeben. Siemens will in Bad Neustadt 2000 Arbeitsplätze streichen. „Ich habe kein Verständnis für die unternehmerische Entscheidung und erst rechts keins dafür, dass Ministerpräsident Seehofer Verständnis dafür hat, dass hier 2000 qualifizierte Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen", erklärte Rinderspacher. Er wird die Solidaritätsadresse für die Mitarbeiter auch dem Vorstand überreichen.

Die Solidaritätsadresse im Wortlaut:

Solidaritätsadresse der SPD-Landtagsfraktion und der Bayern SPD

„Liebe Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer,

alle Kolleginnen und Kollegen der SPD-Landtagsfraktion und der BayernSPD erklären sich uneingeschränkt solidarisch mit Euch, Euren Familien und Euren Aktionen.

Wir wollen mit Euch kämpfen, um den geplanten Stellenabbau mit allen Mitteln zu verhindern und den Standort der Siemens AG in Bad Neustadt a. d. Saale mit seinen 2.000 qualifizierten Arbeitsplätzen zu erhalten.

Wir sehen es wie Bernhard Omert als einen Akt von „menschenverachtender Profitgier", wenn trotz eines Gewinns von 1,5 Mrd. Euro im 1. Quartal der geplante Stellenabbau über Nacht vom Siemens-Management verkündet wird.

Wir halten es für skandalös, dass Ministerpräsident Seehofer Verständnis für die Entscheidung des Siemens-Management geäußert hat.

Wir unterstützen Euer aktives Engagement zum Erhalt der Arbeitsplätze und die wachsende breite gesellschaftliche Solidarität. Wir fordern deshalb den Arbeitgeber und die Staatsregierung auf:

  • den angekündigten Stellenabbau zurückzunehmen,
  • das vorhandene Know-how und die hohe Motivation der Beschäftigten zu nutzen,
  • investive Alternativen zum Erhalt des Standorts zu entwickeln,
  • alle regional- und strukturpolitisch staatlichen Maßnahmen auszuschöpfen,
  • zu einer konzertierten Aktion „Arbeitsplätze für die Rhön" unter Leitung und Mediation von Ministerpräsident Horst Seehofer. Dies muss in enger Kooperation mit dem Betriebsrat, den regionalen politischen Entscheidungsträgern und den Gewerkschaften erfolgen.

Wir wünschen Euch weiterhin viel Kraft bei der Sicherung Eurer Arbeitsplätze. Wir stehen in dieser harten Auseinandersetzung fest an Eurer Seite."

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