SPD fordert Schutz der Verbraucher vor Klebefleisch

Portrait Dittmar

Donnerstag, 15. April 2010

Einige deutsche Hersteller von Lachs-, Nuss- und luftgetrocknetem Schinken verheimlichen, dass oftmals kleine Fleischteile zu großen Stücken verklebt werden. Für den Verbraucher ist das Klebefleisch nicht zu erkennen. Die verbraucherpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Sabine Dittmar, fordert nun in einem Landtagsantrag die Bayerische Staatsregierung auf, sich umgehend im Bundesrat dafür einzusetzen, die gesetzlichen Grundlagen für das Verbot der Herstellung von Fleisch unter Zugabe von Transglutaminase, dem sogenannten Klebefleisch, zu schaffen.

Die Herstellung von Klebefleisch ist derzeit erlaubt und bei der Weitergabe an den Verbraucher nicht kennzeichnungspflichtig. Dittmar: „Dies führt zu einer massiven Täuschung der Verbraucher, die anstatt eines gewachsenen Stückes Fleisch ein aus kleinen Stücken zusammengeklebtes Stück Fleisch kaufen. Die Eigenschaften des auf diese Weise zusammengeklebten Fleisches entsprechen nicht mehr denen eines gewachsenen, dennoch ist der Unterschied für den Verbraucher nicht feststellbar. Dadurch wird nicht nur der Kunde hinters Licht geführt, sondern auch seine Gesundheit leichtfertig aufs Spiel gesetzt. So können beispielsweise Menschen, die unter Zöliatie, einer Gluten-Unverträglichkeit, leiden, durch den Verzehr von Klebefleisch Schäden davon tragen. Weitere gesundheitliche Folgen können nicht ausgeschlossen werden. Die Gesundheit der Verbraucher darf nicht der Profitgier der Lebensmittelhersteller geopfert werden."

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