Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dr. Thomas Beyer fordert mehr Unterstützung für die Frühförderung der Lebenshilfe in Bayern. „Ich bin alarmiert vom Hilferuf der Lebenshilfe in Nürnberg", so der Sozialpolitiker. Dort müssen Kinder und ihre Eltern inzwischen bis zu einem dreiviertel Jahr warten, bis sie eine dringend benötigte therapeutische oder pädagogische Hilfe erhalten. Das Problem betrifft gleichwohl ganz Bayern. „Die Frühförderung durch die Lebenshilfe ist unverzichtbar, um Kindern mit Problemen Chancen in der Schule zu eröffnen und den Familien ihre Sorgen zu nehmen" erklärt Beyer. Eine Wartzeit von bis zu neun Monaten sei besonders in der frühen Kindheit wegen der schnellen Entwicklung der Kinder unzumutbar, stellt der Abgeordnete fest.
Den Frühförderstellen droht vielfach in Bayern das Aus, befürchtet der Sozialpolitiker. Denn die Finanzierung ist doppelt problematisch, zum einen sind die Leistungen der Krankenkassen völlig unzureichend, zum anderen bezahlen auch die Bezirke im Rahmen der Eingliederungshilfe zu wenig. Beyer fordert Sozialministerin Haderthauer auf, einen Runden Tisch mit allen Beteiligten, den Trägern, Krankenkassen und den Bezirken einzuberufen. Beyer: „Die Ministerin schaut derzeit untätig zu, wie die Wartelisten wachsen. Im Interesse der Kinder ist es aber wichtig, schnell zu einer Lösung zu kommen. Es muss Schluss sein damit, dass Frau Haderthauer immer nur den Schwarzen Peter an die Kostenträger weiterreicht. Und im Übrigen hat der Freistaat ebenfalls die Verpflichtung, über die Finanzausstattung der Bezirke seiner eigenen Verantwortung für die Sicherung der Frühförderung in Bayern gerecht zu werden."