SPD fordert Einstellung aller Referendare

Portraitfoto von Hans-Ulrich Pfaffmann

Mittwoch, 27. Januar 2010

Bildungssprecher Pfaffmann: Junge Lehrer sind mit Recht tief enttäuscht von der eiskalten Haltung des Kultusministeriums

Die SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag fordert die Staatsregierung in einem aktuellen Dringlichkeitsantrag auf, alle Referendare, die sich zum 1. Februar beworben haben, einzustellen. Darüber hinaus sollen alle Referendare und Lehramtsanwärter nach erfolgreicher Ausbildung ein Angebot zur Übernahme in den staatlichen Schuldienst für zwei Jahre erhalten. Der Vorsitzende des Bildungsausschusses, Hans-Ulrich Pfaffmann, hält es für untragbar, dass selbst gute Absolventen keine Chance bekommen: „Die jungen Lehrer sind mit Recht tief enttäuscht von der eiskalten Haltung des Kultusministeriums, die trotz Lehrermangels die Bewerber nicht einstellen."

Die Unsicherheit, nach der Ausbildung eine Anstellung zu erhalten, mache den Lehrerberuf unattraktiv. „Wir müssen den jungen Lehrerinnen und Lehrern eine Perspektive bieten und sie besser bezahlen", erklärt Pfaffmann. Der SPD-Dringlichkeitsantrag sieht weiter vor, die Unterrichtsverpflichtung der Referendare auf zehn Wochenstunden zu reduzieren und die Anwärterbezüge um 190 Euro zu erhöhen.

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