In einem heute eingebrachten Dringlichkeitsantrag fordert die SPD-Landtagsfraktion die Staatsregierung auf, sofort einen Milchgipfel einzuberufen, um die Situation der bayerischen Milchwirtschaft zu verbessern und die Milch- und Grünlandwirtschaft zu schützen. „Die Milchwirtschaft ist ein unverzichtbarer Teil der bayerischen Wirtschaft. Milch ist der größte Zweig des produzierenden Ernährungsgewerbes. Der Anteil liegt EU-weit bei 14 Prozent, in der BRD bei 18,9 Prozent und in Bayern bei 37 Prozent. Deshalb ist Bayern mit seinen Milchbauern von der Milchmarktkrise besonders betroffen. Der niedrige Milchpreis sichert das notwendige Einkommen der Milchbauern in keiner Weise. Preise, die teilweise unter 20 Cent pro Liter liegen, gefährden die Existenz tausender von bäuerlichen Betrieben und Arbeitsplätzen," erklärt die landwirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Maria Noichl.
Die Staatsregierung müsse sich im sensiblen Milchmarkt für ordnende Maßnahmen einsetzen und die Milchbauern vor einem ruinösen freien Spiel der Marktkräfte schützen. Eine gezielte Milchmengensteuerung müsse aufgebaut werden. Maßstab dafür müsse der kostendeckende Milchpreis sein.