Hans-Ulrich Pfaffmann: Nach dem Scheitern der CDU in NRW auch wegen ihrer Bildungspolitik hat CSU-Kultusminister Spaenle Angst - SPD-Vorschlag einer Gemeinschaftsschule wird sich als Schule der Zukunft auch in Bayern durchsetzen - keine einzige bestehende Schulart wird abgeschafft
„Die CDU in Nordrhein-Westfalen wurde auch wegen ihres sturen Festhaltens am dreigliedrigen Schulsystem abgewählt", stellt der Bildungsexperte der SPD in Bayern, Hans-Ulrich Pfaffmann, fest. „Dass dieser Umstand dem bayerischen Kultusminister Spaenle offenbar Angst macht, zeigt dessen heutige Pressekonferenz."
Pfaffmann erinnert daran, dass es Bayern mit übervollen Klassen, einem gewaltigen Leistungsdruck, einem gravierenden Lehrermangel, einer massiven Bildungsungerechtigkeit und einer rückwärtsgewandten Bildungspolitik in den letzten Jahren nicht geschafft hat, konkurrenzfähig gegenüber den europäischen Ländern zu werden. „Auch als Vorsitzender der Kultusministerkonferenz ist Spaenle bisher nicht positiv in Erscheinung getreten."
Der SPD-Bildungssprecher betont, dass durch die Beschlüsse der BayernSPD auf ihrem Kleinen Parteitag vom Wochenende in Bayreuth nicht eine einzige bestehende Schulart abgeschafft werde. Pfaffmann: „Der Vorschlag der BayernSPD zielt auf eine Schule der Zukunft, die sich nach unserer Überzeugung als Regelschule durchsetzen wird."