Die aktuelle Diskussion um Datenschutz und Datenmissbrauch zeigt, wie gefährlich die Anhäufung sensibler Informationen sein kann. Die SPD-Bildungspolitikerin Margit Wild - Mitglied im Landtagsausschuss für Bildung, Jugend und Sport - lehnt deshalb die Einführung einer Schülerdatenbank kategorisch ab.
Der Gesetzentwurf sieht vor, dass sämtliche Daten, die Schulen und Schulaufsichtsbehörden benötigen, elektronisch gesammelt werden und zugänglich gemacht werden sollen. Dazu gehören personenbezogene Daten der Schüler, der Erziehungsberechtigten, Religionszugehörigkeit, Migrationshintergrund, schulische Leistungen, Schullaufbahn, Fördermaßnahmen.
Wild: "Die Gefahr von Stigmatisierung und Missbrauch sind nicht auszuschließen; mit der bisherigen Erstellung von Schülerstatistiken ist dem Anliegen der Schulverwaltung ausreichend gedient." Nicht verstehen kann die SPD-Abgeordnete die Haltung der FDP, die noch nach Abschluss des Koalitionsvertrages mit der CSU bei diesem Thema getönt hatte: "Diese Kuh ist vom Eis!"