SPD-Bildungsexpertin Margit Wild beklagt gravierende finanzielle Verschlechterungen für Montessori-Schulen in Bayern

Portrait Wild

Donnerstag, 17. Juni 2010

Auf die Montessori-Schulen in Bayern kommen durch die von der Regierung Seehofer betriebene Änderung des Erziehungs- und Unterrichts- und des Schulfinanzierungsgesetzes gravierende finanzielle Verschlechterungen zu. "Hier wird gespart zu Lasten der guten Reformpädagogik", kritisiert die SPD-Bildungsexpertin Margit Wild.

Erheblich erschwert würden vor allem Schulneugründungen, da große finanzielle Vorleistungen erwartet werden. Weiter hinzu kommt, dass eine Zuordnung staatlicher Lehrkräfte und Förderlehrer an Privatschulen nicht mehr möglich ist. Damit entfalle auch die wechselseitige Anregung, von der stets beide Seiten profitierten.

Kritik übt Wild weiter an der künftigen Pauschalierung der Lehrerstunden. Es sei vorgesehen, die Anrechnungsstunden für Schulleiter, Systembetreuer, Beratungslehrerstunden, Anrechnungszeiten für die Sekretärin und alle Vertretungsstunden im Krankheitsfall in das pauschale Berechnungssystem miteinzubeziehen. Wild: Ein Kostenersatz für selbst eingestellte Vertretungen kann künftig also nicht mehr gestellt werden; ein mobiler Dienst steht für Privatschulen auch nicht zur Verfügung.

Den Regierungsparteien CSU und FDP wirft die SPD-Bildungspolitikerin vor, das Ganze auf den ersten Blick nicht sichtbar einfach schönreden zu wollen.

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