Die SPD-Landtagsfraktion will die ambulante Versorgung in Bayern stärken und fordert in einem Antrag von der Staatsregierung einen Masterplan. Hier müsse ein Frühwarnsystem eingerichtet werden, um freiwerdende Arztsitze zu vergeben und drohender Unterversorgung rechtzeitig zu begegnen. Die ambulante Versorgung in den sprechstundenfreien Zeiten müsse durch Bereitschafts-Dienstzentralen sichergestellt werden. Die SPD fordert zudem für den ländlichen Raum ein spezielles Förderprogramm, das bei Praxisübernahme oder -einrichtung zinsgünstige Kredite zur Verfügung stellt.
„Der Erhalt der flächendeckenden ambulanten haus- aber auch fachärztlichen Versorgung besonders in ländlichen Gebieten wird sich in den kommenden Jahren aufgrund des Altersdurchschnitts der derzeit praktizierenden Ärztinnen und Ärzte zunehmend schwieriger gestalten. Um die Bevölkerung weiter versorgen zu können, müssen jetzt die Weichen richtig gestellt werden. Bei der Erstellung des Masterplans ist eine enge Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, der Landesärztekammer, den Berufsverbänden, den Krankenkassen und den Hochschulen erforderlich," so Kathrin Sonnenholzner, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion.