Als "überschaubar" bezeichnet SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher die 100.000 Euro-Bilanz von Sparkassenpräsident Theo Zellner. Seit 26. Februar im Amt, hat Zellner heute die ersten 100.000 Euro voll gemacht. Bei einem Jahresgehalt von 450.000 Euro entspricht dies einem Tagessalär von etwas mehr als 2.000 Euro am Tag.
"Theo Zellners tägliches Zuwachssparen für die eigene Sache steht in keinem Verhältnis zur bisherigen Leistungsbilanz seiner Amtsführung", resümiert Rinderspacher Zellners ersten Hunderttausender. Bislang habe Zellner seiner Ankündigung, den Verband von einer Präsidial- in eine Kollegialstruktur umwandeln zu wollen, keine erkennbaren Taten folgen lassen. Auch lasse das angekündigte Konzept, einzelne Kommunalbanken zu stärken, auf sich warten.
Rinderspacher, selbst gelernter Bankkaufmann, betont, er habe nach wir vor kein Verständnis, dass der ehemalige CSU-Landrat (61) bis zu dessen Ruhestand in vier Jahren knapp 1,8 Millionen Euro kassiere. "Zellners Austragsstüberl ist eine vermögenswirksame Leistung deLuxe, die nicht in die politische Landschaft passt." Der Durchschnittskunde bei der Sparkasse müsse einen Monat lang hart arbeiten, um Zellners Tageshonorar zu erwirtschaften.