Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Angelika Weikert, lobt die Initiative der Firma Siemens, 250 zusätzliche Ausbildungsplätze für benachteiligte Jugendliche zu schaffen. Die SPD-Abgeordnete fordert allerdings die Staatsregierung auf, dem heutigen Bekenntnis von Ministerpräsident Seehofer zu einem „engen Schulterschluss" von Politik, Wirtschaft und Arbeitsvermittlung auch Taten folgen zu lassen.
Die SPD-Arbeitsmarktexpertin erinnert daran, dass Vertreter von CSU und FDP erst kürzlich den SPD-Antrag "In der Krise nachhaltig handeln - Ausbildung und Qualifizierung stärken" im Landtag abgelehnt hatten. Darin forderte die SPD die Staatsregierung auf, ein Maßnahmenpaket vorzulegen, welches Jugendliche stärkt und für die Arbeitswelt qualifiziert.
Weikert: „Dieses Paket muss mindestens folgende Maßnahmen umfassen:
- In Abstimmung mit Programmen der Bundesagentur für Arbeit dafür zu sorgen, dass jeder Jugendliche am Ende seiner Schulzeit ein entsprechendes Angebot zum beruflichen Einstieg erhält
- Ein flächendeckendes Angebot an Berufsfachschulen bereitzustellen und neue Ausbildungsrichtungen an Berufsfachschulen konzeptionell zu entwickeln und anzubieten
- Das Angebot „Werkstattjahr" in Abstimmung mit den Trägern bedarfsgerecht auszustatten und das schulische Angebot zur Weiterqualifizierung an Fachoberschulen, Berufsoberschulen, Abendrealschulen und Gymnasien, Kollegs und Fachakademien massiv auszubauen."
Bei den angekündigten Liquiditätshilfen für mittelständische Unternehmen müsse die Staatsregierung darauf achten, dass bestehende Ausbildungsverträge auch erfüllt werden.