Zu den Äußerungen des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer zum CO2 – Kompromiss in Brüssel teilt die bayerische SPD-Bundestagsabgeordnete und Verkehrspolitikerin, Heidi Wright, mit:
„Seehofer erkennt die Zeichen der Zeit nicht, wenn er das mehr als bescheidene Ergebnis des Brüsseler CO2-Kompromisses auch noch kritisiert und behauptet, der Kompromissvorschlag gehe an die Grenzen der Belastbarkeit der heimischen Autoindustrie. Damit stellt er der bayerischen Automobilindustrie ein denkbar schlechtes Zeugnis aus – denn er misstraut ihren Innovationskräften und schadet somit ihrem Image.
Als bayerische Bundestagsabgeordnete und Verkehrspolitikerin distanziere ich mich deshalb ausdrücklich von den Aussagen. Den bayerischen Autoherstellern genützt hätte Seehofer, wenn er ihnen für die nächsten Jahre Verbesserungen an der Effizienz ihrer Fahrzeuge abverlangt hätte.
Denn selbst in der gegenwärtigen Finanzmarktkrise gilt es die Zeichen der Zeit zu erkennen und Chancen zu nutzen. Ambitionierte Klimaschutzziele im Straßenverkehr sind auch im Interesse der deutschen Automobilindustrie. Bereits mittelfristig werden im globalen Wettbewerb nur umweltschonende Fahrzeuge eine Chance haben. Die Autos der Zukunft werden in denjenigen Märkten entwickelt, die die höchsten Standards setzen. Die nächsten Monate werden zeigen, dass dies nach Japan und zunehmend China gerade auch die USA sein werden. Entgegen dem bayerischen Ministerpräsidenten vertraue ich den bayerischen Autobauern.“