Schaeffler wälzt Probleme auf Arbeitnehmer ab

Portrait Beyer

Dienstag, 12. Mai 2009

Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Dr. Thomas Beyer übt scharfe Kritik an den von der Firma Schaeffler angekündigten Personalentlassungen. Der Automobilzulieferer aus Herzogenaurach, der durch die Übernahme des Reifenherstellers Continental in eine finanzielle Schieflage geraten war, will weltweit 8000 Stellen streichen, über 5000 davon an deutschen Standorten. Insbesondere sei es ein "Skandal", so Beyer, dass der Konzern keine Auszubildenden übernehmen wolle. "Schaeffler beantwortet die Solidarität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einem Laufpass für die Schwächsten", bedauert der Abgeordnete.

Der geschäftsführende Vorstand der SPD-Landtagsfraktion hatte vor wenigen Wochen ein Gespräch mit der Familie Schaeffler und der Geschäftsführung. „Damals wurde uns die Wahrung der Arbeitnehmerinteressen zugesagt und ein Kulturwandel im Verhältnis zur Belegschaft angekündigt. Ich fühle mich persönlich enttäuscht, dass die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen jetzt die Zeche zahlen sollen. Das ist nicht hinnehmbar", stellt der mittelfränkische Abgeordnete fest. Der Bayerischen Staatsregierung bescheinigt Beyer, durch ihre „monatelange Untätigkeit und Unfähigkeit" die Situation für die Arbeitnehmer verschlimmert zu haben. „Die Staatsregierung hat das Abwälzen der Probleme auf die Beschäftigten durch ihr Zuwarten bei Konsolidierungshilfen fahrlässig mit verursacht", so Beyer.

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