Zum Rücktrittsangebot von Bahnchef Mehdorn erklärt der Nürnberger Bundestagsabgeordnete und Bahnbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, Martin Burkert:
"Der Schritt war notwendig. Das Vertrauen der Beschäftigten in die Konzernführung war nach den Enthüllungen der vergangenen Tage tief erschüttert. In dieser Situation darf es keine Hängepartie geben. Die Deutsche Bahn AG steht vor schwierigen Aufgaben. Sie muss sich im internationalen Konkurrenzkampf behaupten können.
Hartmut Mehdorn hat maßgeblichen Anteil daran, dass sich die DB zu einem profitablen Unternehmen entwickelt hat. Unter seiner Führung wurden die Weichen dafür gestellt, dass sich die DB vor den Herausforderungen eines offenen europäischen Eisenbahnmarktes nicht fürchten muss. Dafür gebührt ihm Anerkennung. Auch für den Erhalt des integrierten Konzerns, der weiterhin Bestand haben muss. Dennoch können die weiteren Arbeiten nur von einem unbelasteten Vorstand angepackt werden.
Viele Baustellen sind auch in Nürnberg noch offen: Der neue Vorsitzende muss eine dauerhafte Lösung für das DB-Museum herbeiführen. Das 175-jährige Bahnjubiläum im Jahr 2010 muss schnell vorbereitet werden. Zudem sind die Zukunft der Nürnberger Werkstätten dauerhaft zu sichern und der Ausbau der Schienenwege weiter voranzutreiben."