Markus Rinderspacher, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, fordert den neuen Sparkassenpräsidenten Theo Zellner auf, im neuen Amt die Initiative für eine Halbierung seiner Bezüge zu ergreifen. Nach seiner Wahl könne sich Zellner einer öffentlichen Debatte hierüber nicht verweigern. "450.000 Euro als Jahresgehalt für den Sparkassenpräsidenten empfinden die Menschen in Bayern als unanständig. Wenn Zellner wie angekündigt den Sparkassenverband von einer Präsidial- zu einer Kollegialstruktur umwandeln will, muss er von sich aus von seiner XXL-Ausstattung mit Goldkante Abstand nehmen."
Rinderspacher bedauert, dass der Sparkassenverband mit dem Volksschullehrer Zellner nun abermals einen Politiker ohne ausgewiesenen Banksachverstand an seiner Spitze habe. "Wenn jedoch ein Politiker den Verband im politischen Sinne führen soll, muss er in der Konsequenz wie ein Politiker bezahlt werden", so Rinderspacher. "Es kann nicht angehen, dass Zellner das Mehrfache der Bezüge von bayerischen Oberbürgermeistern und des Ministerpräsidenten einsteckt."
Rinderspacher betont, "die Sparkasse als Hort von Glaubwürdigkeit und Bodenständigkeit für den Kleinsparer darf nicht in den Ruch des Bonzentums kommen". Das gute Image der Sparkassen dürfe nicht dadurch Schaden nehmen, "dass sündhaft teure Ausstragsstüberl innerhalb der CSU wie Luxus-Erbhöfe verschoben" würden. In diesem Sinne sei auch Erlangens Oberbürgermeister Balleis aufgefordert, unverzüglich seinen Verzicht auf eine Kandidatur für 2014 zu erklären, "um weiteren Schaden vom Sparkassenverband abzuwenden". Balleis hatte Medienberichten zufolge in einem Kuhhandel auf seine Kandidatur verzichtet, nachdem ihm der sehr gut dotierte Posten für 2014 zugesichert worden war.