Oppositionsführer Markus Rinderspacher fordert den bayerischen Ministerpräsidenten Seehofer auf, sich bei seinen heutigen Spitzengesprächen mit EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso in Brüssel „mit Entschiedenheit für die Einführung einer internationalen Finanztransaktionssteuer einzusetzen."
Rinderspacher: „Wenn Bayerns Stimme in Brüssel Gewicht hat, wie die Staatskanzlei im Vorfeld der Brüssel-Reise verlautbart und wie wir hoffen, muss Bayern nicht nur in Berlin, sondern auch in Brüssel sein ganzes Gewicht dafür einsetzen, dass diejenigen einen Teil der Kosten übernehmen, die durch ihre unverantwortlichen kasino-kapitalistischen Spekulationen die größte Finanz- und Wirtschaftskrise verursacht haben."
Der SPD-Fraktionschef verweist darauf, dass die Liste der Befürworter einer entsprechenden Steuer auf internationale Finanzgeschäfte von Nikolaus Sarkozy und Gordon Brown bis zu Bundespräsident Köhler und Barrack Obama reicht. Rinderspacher. "In dieser Reihe darf Horst Seehofer nicht fehlen - frei nach Obamas Motto: Yes, we can auch anders!"