Rinderspacher an Seehofer: Nicht nur Tee mit Siemens-Vorstand trinken, sondern Masterplan für Technologiestandort Bayern vorlegen

Portraitfoto von Markus Rinderspacher

Dienstag, 23. März 2010

Die SPD-Landtagsfraktion unterstützt das Engagement der Siemens-Beschäftigten zum Erhalt ihrer Arbeitsplätze und fordert deshalb den Arbeitgeber auf, den angekündigten Stellenabbau zurückzunehmen und die IT-Sparte nicht börsenfähig zu schrumpfen, sondern den guten Ruf von Siemens als Technologiekonzern zu bewahren.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Markus Rinderspacher sprach bei der Protestkundgebung in München-Parlach: „Wir wollen mit Euch kämpfen, um den deutschlandweiten geplanten Stellenabbau von 2.000 Stellen der IT-Sparte SIS der Siemens AG mit allen Mitteln zu verhindern. Wir wollen mit Euch kämpfen, um alle 3.000 qualifizierten Arbeitsplätze dieser Sparte allein am Standort München Perlach, aber auch die betroffenen 400 Arbeitsplätze in Nürnberg, Fürth und Erlangen zu erhalten."

„Den von der Belegschaft seit 3 Jahren geübten Verzicht, ihr hochqualifiziertes Know-how und die große Motivation der Beschäftigten müssen endlich für ein wirtschaftlich tragfähiges Konzept genutzt und es darf nicht einfach weiter an der Gehaltsschraube gedreht werden," so der SPD-Fraktionschef. Investive Alternativen zum Erhalt der Arbeitsplätze für den Standort in Bayern müssten entwickelt werden statt perfide nur Stellen abzubauen.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende fordert von der Staatsregierung eine bayernweite konzertierte Aktion und einen Masterplan "Technologiestandort München - Technologiestandort Bayern." Rinderspacher: „Dies muss unter tatkräftiger und nicht nur ‚konstruktiver' Leitung und Mediation von Ministerpräsident Seehofer geschehen. Denn bisher trinkt der Ministerpräsident lieber nur Tee mit den Vorständen, als dass er sich der Sorgen und Nöte der Beschäftigten annehmen würde."

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