Mit seinen Äußerungen im Deutschlandfunk hat der ehemalige bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein ein Fehlverhalten der CSU in der Umfragen-Affäre eingestanden. Aus Angst vor einem Gesichtsverlust hat er sich zugleich einer billigen Ausrede bedient.
Die CSU-Staatsregierung hat nie etwas dagegen unternommen, dass „Ratschläge gegeben worden sind, die eigentlich über den Auftrag hinausgehen“. Das wäre ihre Pflicht gewesen, denn seit vielen Jahren gibt es eine klare Rechtssprechung dazu , was aus Steuermitteln bezahlt werden darf und was aus der Parteikasse finanziert werden muss. Dies jetzt als „problematisch“ zu bezeichnen, nachdem die Affäre ans Licht kam, ist unglaubwürdig. Jetzt müssen auch die Umfragen aus der Stoiber-Ära auf den Tisch, damit klar wird, wielange die CSU ihre Parteikasse schon auf Kosten der Steuerzahler entlastet. Dazu bedarf es Fakten statt billiger Ausflüchte, wie sie Beckstein geliefert hat.