Hans-Ulrich Pfaffmann zum heutigen Ministerratsbeschluss hinsichtlich der Bildungsangebote an den Realschulen
„Kultusminister Spaenle wirft bildungspolitische Nebelkerzen – ohne ausreichende Lehrerstellen werden seine Konzepte Theorie bleiben." Dies entgegnet der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Hans-Ulrich Pfaffmann, zum heutigen Ministerratsbeschluss hinsichtlich der Bildungsangebote an den Realschulen.
Grundsätzlich positiv bewertet der SPD-Bildungsexperte die Förderung von „individuellen Potenzialen" aller Realschüler und die Einrichtung von Kombikursen mit den Fachoberschulen. Pfaffmann: „Es wäre wünschenswert gewesen, die Staatsregierung hätte solche Kooperationen schon vor 20 Jahren durchgeführt, wie von der SPD immer gefordert."
Die Absichtserklärungen des Kultusministers bleiben nach Ansicht des SPD-Bildungssprechers allerdings reine Theorie. Denn seine Nebelkerzen sollen den Blick auf den derzeitigen Zustand der Realschulen trüben: Viel zuwenig Klassen mit gebundenen Ganztagsangeboten, mangelnde Schulsozialarbeit und der Notstand in den Schulsekretariaten verhindern eine vernünftige Realschulpolitik.
Pfaffmann: „Spaenle entwickelt sich immer mehr zum Verkündigungsminister, ohne die wirklichen Probleme lösen zu können."