Oberpfälzer SPD-Abgeordnete Annette Karl nennt CSU-Protest gegen tschechische Pläne für Atommüll-Endlager scheinheilig

Portraitfoto von Annette Karl

Dienstag, 2. Juni 2009

Zu den Überlegungen Tschechiens, an der bayerischen Grenze eventuell ein Atommüllendlager errichten zu wollen, erklärt die Weidener SPD- Landtagsabgeordnete Annette Karl: "Nur ein europaweiter Ausstieg aus der Atomenergie befreit uns aus dem Dilemma, dass es bis jetzt keine vernünftigen Konzepte für den Umgang mit dem Atommüll gibt, der die nächsten Jahrtausende weiterstrahlen und alle zukünftigen Generationen vor riesige Probleme stellen wird. Bis der Ausstieg erreicht ist, brauchen wir europaweit abgestimmte Lösungen für die Zwischen- und Endlagerung."
"Der Protest der CSU gegen die Pläne der tschechischen Regierung ist scheinheilig, da gerade die CSU den Ausstieg aus dem Ausstieg massiv bewirbt und betreibt", erklärt die Oberpfälzer SPD-Abgeordnete.

Dabei handle die CSU allerdings in der fälschlichen Annahme, der bayerische Atommüll könne doch irgendwann in Gorleben entsorgt werden und die CSU werde nicht mit den Folgen ihrer verfehlten Energiepolitik konfrontiert. Karl: "Bayern ist keine Insel und so wirkt der Protest der CSU gegen ein tschechisches Atommüllendlager wie ein Aufschrei nach dem Floriansprinzip. Die CSU, allen voran Umweltminister Söder ist aufgefordert, endlich Bundesumweltminister Gabriel in seinem Bemühen zum endgültigen Ausstieg aus der Kernenergie zu unterstützen und gemeinsam mit ihm eine Initiative auf europäischer Ebene zu starten. Nur so können wir auf Dauer sicher sein, kein Atommüllendlager in unserer Nähe zu bekommen, sei es auf bayerischer oder auf tschechischer Seite."

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