Natascha Kohnen zur Vorstellung des Leitantrages:

Porträt Natascha Kohnen

Samstag, 8. Mai 2010

„Das Bildungssystem in Bayern ist ungerecht. Es setzt einseitig auf Leistungsdruck und eine viel zu frühe Auslese der Schülerinnen und Schüler. Wir wollen, dass alle Schülerinnen und Schüler freien Zugang zu bester Bildung haben – unabhängig vom Geldbeutel ihrer Eltern."

Wir wollen ein gerechtes und zukunftsfähiges Bildungswesen, das sich den Realitäten einer modernen, demokratischen Gesellschaft anpasst und in dem die Kinder mit ihren individuellen Fähigkeiten im Mittelpunkt stehen.

Wir werden für einen Paradigmenwechsel in der Bildungspolitik sorgen, in der sich die Unterrichtsform den Schülern anpasst und die sich am Lernfortschritt des Einzelnen orientiert. Wir wollen weg von der gleichschrittigen Lehre, in der alle Schülerinnen und Schüler zum gleichen Zeitpunkt das gleiche Pensum erreichen müssen. Anstatt unterschiedlicher Schularten brauchen wir individuelle Lernangebote. Nur so können wir der bestehenden und ungerechten frühen Selektion unserer Kinder ein Ende bereiten. Die Zukunft der schulischen Bildung liegt in der Gemeinschaftsschule. Sie beinhaltet gemeinsames Lernen von der ersten bis zur zehnten Klasse – in jahrgangs- und klassenübergreifenden Lerngruppen. Eine zusätzliche dreijährige Oberstufe führt weiterhin zur Hochschulreife.

Mit dem Konzept der Gemeinschaftsschule erhalten wir die wohnortnahe Schule und bieten ein Gegenkonzept zum trügerischen Mittelschulkonzept der Staatsregierung. Die Staatsregierung trägt die Verantwortung für das Schulsterben im ländlichen Raum. Sie schiebt den Kommunen den schwarzen Peter zu, indem sie ihnen die Entscheidung darüber auferlegt, welche Schule erhalten bleibt und welche geschlossen wird. Auf diese Weise versucht sie, sich aus ihrer Verantwortung für das Schulsterben im ländlichen Raum zu stehlen.

Wir bieten ein reales, unmittelbar umsetzbares Schulkonzept, das sich in das bestehende System einfügt. Andere Länder haben es erfolgreich vorgemacht: in Schleswig-Holstein und Berlin hat sich die Gemeinschaftsschule bereits bewährt."

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