Zur Entscheidung der Kultusministerkonferenz über die Korrekturen beim Bologna-Prozess erklärt die SPD-Generalsekretärin Natascha Kohnen:
„Die Universitäten in Bayern sind unterfinanziert. Um die Betreuung der Studierenden in den neuen Studiengängen sicherzustellen, sind kräftige Investitionen notwendig. Doch statt zu investieren, verwehren die Kultusminister Hunderttausenden den Zugang zum Master-Studium. Mit Zugangshürden wird die Zahl der Studenten an die Kassenlage angepasst. Das ist eine schwere Hypothek für Bayerns Zukunft.
Jeder der die Hochschulreife erlangt hat, muss das Recht haben, bis zum Master-Abschluss zu studieren. Die Zulassungshürden vom Bachelor- zum Master-Studium müssen weg. Das ist eine Kernforderung der studentischen Proteste, die die Kultusminister völlig ignoriert haben. Die Begrenzung der Studienmöglichkeiten schadet auch der wirtschaftlichen Entwicklung. Die Bayerische Staatsregierung handelt damit gegen die Interessen Bayerns. Seehofer und Heubisch sollten die Steuergeschenke der schwarz-gelben Bundesregierung verhindern und das Geld in die Bildung stecken.“