Die SPD befindet sich im „Deutschland-Dialog: Nah bei den Menschen“. Beim Besuch von Peer Steinbrück in München interessierten sich die Menschen aber vor allem für den Mann, der nah am Geld ist. Der Bundesfinanzminister war um fünf Uhr morgens aufgestanden, um sich gemeinsam mit der Landtagskandidatin Natascha Kohnen einen Tag lang über den Landkreis München zu informieren. Eigentlich in seiner Funktion als stellvertretender Parteichef.
Er kennt das ja aus Berlin: Jeden Tag ist Peer Steinbrück „umzingelt“ von Menschen, die ihm empfehlen, was er mit den Milliarden aus dem Bundessparschwein tun soll. Der Finanzminister verweist dann gerne auf die Billionen, die er den Banken und Anlegern schuldet.
In Bayern erging es ihm nicht viel anders: Im Rahmen des „Deutschland-Dialogs: Nah bei den Menschen“ besuchte der stellvertretende Parteivorsitzende drei Gemeinden im Landkreis München, begleitet vom Landesvorsitzenden Ludwig Stiegler, von der Unterbezirksvorsitzenden Ingrid Lenz-Aktas und der Landtagskandidatin Natascha Kohnen.
In Unterhaching ging es zum Kalina-Kraftwerk, wo die SPD-Politiker Nachhilfe in Geothermie erhielten. Peer Steinbrück erhielt eine finanzpolitische Anregung: Es sei ungerecht, dass Geothermie-Anlagen, die nach dem 1. Januar 2009 fertiggestellt werden, eine höhere Vergütung erhalten, als ältere, die Pionier-Arbeit geleistet hätten.
Auch im Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie in Martinsried wären zusätzliche Fördermittel gern gesehen. Schließlich sorge die Forschung von heute für die Arbeitsplätze von morgen. Am wohlsten fühlte sich der Finanzminister im Leibniz Rechenzentrum (LRZ) in Garching. Natürlich will auch der Leiter des LRZ mehr Geld und erzählte von seinen Ausbauplänen. Aber, so Steinbrück, „hier können sie wenigstens gut mit Zahlen umgehen, ganz im Gegensatz zu Erwin Huber zum Beispiel“.