Müssen jetzt die Mitarbeiter der Landesbank mit Stellenabbau für die Zockerei der Spitzen aus Bank und Politik büßen?

Portrait Adelheid Rupp

Mittwoch, 30. April 2008

Stellvertretende Untersuchungsausschuss-Vorsitzende Adelheid Rupp will Information des Landtags durch Huber über Einsparungen durch neues Geschäftsmodell

Ein Bericht im Münchner Merkur über die jüngste Mitarbeiterversammlung bei der BayernLB mit der Ankündigung eines drohenden Jobabbaus durch Vorstandschef Michael Kemmer hat die stellvertretende Vorsitzende des Landtags-Untersuchungsausschusses zur Landesbank-Krise, Adelheid Rupp (SPD), auf den Plan gerufen. „Müssen jetzt die Beschäftigten der Bank für die Zockerei der Spitzen aus Bank und Politik büßen", empört sich Rupp und richtet neue Fragen an den immer mehr unter Beschuss stehenden bayerischen Finanzminister Erwin Huber.

„Hat der Vorstandsvorsitzende Dr. Kemmer diese Aussagen auf der Grundlage eines mit den Eigentümern, also auch dem Freistaat Bayern, abgestimmten Geschäftsmodells gemacht", fragt die SPD-Abgeordnete. „Spricht Kemmer nur für das angestellte Management der Bank oder auch für die Eigentümer? Und wann gedenkt Herr Minister Huber eigentlich den Bayerischen Landtag über das Geschäftsmodell mit angekündigten Einsparungen in Höhe von 150 Millionen Euro in Verbindung mit weiteren Stellenstreichungen zu informieren", fragt Rupp. „Wir erwarten, dass dieses Geschäftsmodell dem Parlament vorgelegt wird", betont die Untersuchungsausschuss-Vizin. „Für uns steht vor allem der Schutz der Mitarbeiter im Mittelpunkt, denn das Missmanagemant der Bankoberen und politisch Verantwortlichen darf nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden."

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