Mittendrin statt Parallel - SPD fordert menschenwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen für Migranten

Portrait Zacharias

Freitag, 12. März 2010

Menschen mit Migrationshintergrund sind derzeit besonders von Bildungs- und Einkommensarmut bedroht. Jeder Dritte in Bayern mit erhöhtem Armutsrisiko hat einen Migrationshintergrund. Die integrationspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag, Isabell Zacharias, betonte bei einer Pressekonferenz unter dem Motto „Mittendrin statt parallel" zusammen mit Manfred Bosl von der Initiativgruppe Interkulturelle Begegnung und Bildung: „Es ist Aufgabe des Bayerischen Staates, den Einwanderern in Bayern eine umfassende, gleichberechtigte Teilhabe an der Bildung, im Arbeitsleben und an den politischen Entscheidungsprozessen zu ermöglichen."

Nach wie vor gilt: in keinem anderen Bundesland ist der Bildungserfolg so sehr von der sozialen und kulturellen Herkunft der Eltern abhängig wie in Bayern. Seit Mitte der 80iger Jahre hat sich der Anteil ausländischer Jugendlicher in der dualen Ausbildung in Bayern halbiert, Jugendliche mit Migrationshintergrund in Bayern erreichen nach wie vor sehr viel seltener hohe Bildungsabschlüsse, etwa 20 Prozent bleiben sogar ohne Abschluss. Aber: Bildung öffnet Türen, vor allem in den Arbeitsmarkt.

Isabell Zacharias stellte die Leitlinien einer gerechten und sozialen Migrations- und Integrationspolitik vor. Dazu zählen gleiche Chancen auf gute Bildung sowie menschenwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen für Migranten. Das Ziel ist eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Leben. Manfred Bosl und Yasemin Sancak, die geschäftsführenden Vorstände der Initiativgruppe, erläuterten die Qualifizierungsmaßnahmen des Vereins für Migrantinnen und Migranten.

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